Urogynäkologie

Mit zunehmendem Alter klagen bis zu 60% der Frauen über gelegentlichen unfreiwilligen Harnabgang und Lageveränderungen des inneren Genitale. Für 30% der Frauen stellen Harninkontinenz und Senkung ein psychosoziales Problem dar, unter welchem sie leiden. Die urodynamische Diagnostik richtet sich nach dem Leidensdruck der Patientin und nach ihrer Bereitschaft, eine bestimmte Therapie durchführen zu lassen. Dabei ist die genaue Differentialdiagnose der verschiedenen Harninkontinenzformen, Blasenentleerungsstörungen und Lageveränderungen für eine wirksame Therapie absolut notwendig. Durch die urodynamische Diagnostik werden die verschiedenen Formen der Harninkontinenz (Stress-, Drang-, Reflex-, Überlaufinkontinenz) festgestellt mit Wahl der geeigneten Therapie und Prognose. Zur Verfügung steht ein modernes urodynamisches Messgerät, mit dem die Druckmessung der Blase, der Harnröhre und des Beckenbodens möglich ist. Die Untersuchung ist durch den Einsatz elektronischer Messkatheter völlig schmerzfrei und wird bei folgenden Indikationen ausgeführt: Reizzustände der Blase, Dranginkontinenz, gemischte Harninkontinenz, Stressinkontinenz mit Restharnbildung, neurologische Erkrankungen mit Blasenfunktionsstörungen. Dauer der Untersuchung ca. 30 Minuten.